Junges Gehen

Im Alter das Gehen neu erlernen

Die Kurse sind in Berlin.

Tages-Workshops an Wochenenden für Auswärtige finden demnächst auch statt. Bei Interesse über Kontakt anmelden. 4 Stunden in einem großen Trainingsraum, der mit Matten ausgelegt ist – 120 Euro

Auch Einzeltraining. Stunde 50 Euro.

Meine Geschichte des Gehens

Seit Anfang des Jahres 2020 gebe ich Kurse im Gehen. Auf der ständigen Suche nach weiteren Verjüngungsmöglichkeiten stieß ich Mitte 2019 auf das Gehen. Das hatte weniger etwas damit zu tun, dass ich mit meinen Beinen nicht gehen konnte. Dieses Gehen konnte ich. Dachte ich.

Doch seit vielen Jahren habe ich Probleme mit meinem Darm, alle Teile. Die Entzündung des Dünndarms bekam ich nach langen Jahren des Suchens einigermaßen in den Griff, als ich nur noch glutenfreies Brot aß. Richtig vertrug ich das auch nicht, aber besser als das mit Gluten.

Dann aber stellten sich irgendwann Hämorriden und ein stetiger unschöner Druck im Enddarm ein. Es wurde immer schrecklicher. Bis dahin hatte ich schon einige Übungen gegen Hämorriden und zur Kräftigung der inneren Organe und des Unterleibes erschaffen. Die waren alle ganz gut. Aber nicht gut genug. Meine Schließmuskeln wollten nicht auf die Übungen ansprechen. Das war sehr schlimm.

Täglich 10 000 Schritt und dazu noch albern

So schlimm, dass ich unermüdlich nach der Ursache suchte. Ich fand sie in meiner Gehmuskulatur. Zwar dauerte auch das eine Weile, doch ich begann zu gehen. Oder besser gesagt: Neu gehen zu lernen.

Da ich gelesen hatte, man solle so ca. 10 000 Schritt am Tag gehen, ich aber nicht bei jedem Wetter aus dem Haus wollte, begann ich in meiner Wohnung hin und her zu gehen. Ich stellte mir schöne Musik an, Rockabilly und Swing, und ging. Nachdem ich den zweiten Tag mit 10 000 Schritt hinter mir hatte, dachte ich, jetzt müsse ich sterben. Jedenfalls so ähnlich. Obwohl ich zuvor mindestens zwei, dreimal in der Woche gejoggt war, meist eine halbe, manchmal sogar eine Stunde lang, konnte ich gar nicht verstehen, wieso ich so fürchterliche Schmerzen in meinem gesamten Körper spürte. Hatte ich etwa keine Gehmuskeln? Ich konnte doch gehen????

Nein, konnte ich nicht mehr.

So, wie die Gesichts- und sonstige Muskulatur ab Mitte 30 immer mehr abbaut und spätestens mit Mitte 50 deutlich sichtbar und spürbar wird. So baut auch die gesamte Gehmuskulatur ab. Und das ist ein enorm verzweigtes Gebilde im Körper.

Fast alle Alters-Beschwerden des Organismus hängen mit dem Abbau der Gehmuskulatur zusammen. Das kann ich inzwischen sehr sicher behaupten. Seit mehr als einem Jahr gehe ich jetzt auf die unterschiedlichste Art und Weise. Wenn Sie so einen kleinen lustigen Einblick haben wollen, wie das aussieht, schauen Sie sich diesen Film an.

Monty Python „Ministerium für Albernes Gehen“

 

Kurse und Workshops

Seit diesen ersten Tagen meiner neuen Geh-Erfahrung gehe ich sehr viel auf die unterschiedlichste Weise viele Stunden in der Woche. Seither scheinen meine Schmerzen nicht mehr aufzuhören, die davon zeugen, dass meine gesamte mögliche Gehmuskulatur noch lange nicht richtig und vollständig aufgebaut ist. Doch inzwischen bin ich sehr guter Dinge.

Mein Darmprobleme sind fast völlig beseitigt. Ich esse auch wieder Brot mit Gluten, aber selten, denn ich stellte auch meine Ernährung vollkommen um.

Ich habe inzwischen feste dicke Fußmuskeln, feste dicke Waden- und Oberschenkelmuskeln, mein Gluteus medius (Gesäßmuskel, stärkster Gehmuskel) hängt nicht mehr herunter, sondern ist wieder ein richtiger Muskel geworden. Ich bin wieder sehr gelenkig, meine Balancemuskeln sind wieder aufgebaut, meine Schließmuskeln tun, was sie sollen, und vieles mehr. Allein durch neues Gehen lernen.  

Zu meinen Gehkursen kamen anfangs einige Frauen mit Gehproblemen, aber die meisten hielten es nicht lange durch. Obwohl die Übungen nicht anstrengend scheinen, sind sie es doch, wenn die Gehmuskulatur erst einmal abgebaut ist. So kamen die meisten zunächst nicht mehr zum nächsten Kurs. Doch einige blieben. Und langsam, aber sicher, wächst die Anzahl derer, die – ebenso wie ich damals – erkennen, dass eine gut ausgebildete Gehmuskulatur das beste Verjüngungsmittel ist, das einem im Alter passieren kann.

Erfolgreiches Schließmuskeltraining

Mit ein paar Falten im Gesicht kann frau / man noch ganz gut leben, auch wenn man / frau nicht muss. Mit elenden Darmproblemen, Inkontinenz, mit Schmerzen in Füßen, Waden, Knien, Hüfte, Rücken, Schulter, Nacken, mit Ischiasstichen, Hexenschuss und Bandscheibenvorfall, mit wackligen Beinen und Schwindelanfällen ist das Leben weit weniger lebenswert.

Bei Männern kommen Prostataprobleme hinzu, denn die Prostata ist ja auch ein Schließmuskel, der im Laufe des Lebens seine muskulären Fähigkeiten abbaut und dadurch zu schmerzhaften Prozessen führt.

Das alles aber wird in meinen Geh-Kursen trainiert und wieder in ein gutes starkes Zusammenspiel gebracht. Meine Gehübungen sind inzwischen äußerst effizient und bringen die Erfolge auf den Punkt genau. Es dauert schon einige Monate, bis der Muskelaufbau so gut ist, dass das allseitige Wohlgefühl wieder einsetzt.

Meine wackeren Kursteilnehmerinnen nehmen jetzt jede Woche eine Stunde Geh-Trainings-Mühsal auf sich, trainieren auch zuhause, wohl wissend und spürend, dass dadurch ihr Gehen und Leben sich von Woche zu Woche verbessert. Ich meine, verjüngt!

Inzwischen schickt sogar eine Orthopädin ihre Patientinnen zu mir in den Gehkurs.

 

Tages-Workshops an Wochenenden für Auswärtige finden demnächst auch statt. Bei Interesse über Kontakt anmelden. 4 Stunden in einem großen Trainingsraum, der mit Matten ausgelegt ist – 120 Euro

Auch Einzeltraining. Stunde 50 Euro.